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Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Unna
Hilfe für einen Kindergarten in Toplet in Rumänien
Die Kontakte bezogen sich bisher auf die Unterstützung hilfsbedürftiger alter und kranker Menschen. Anlässlich unseres letzten Hilfstransportes im Dezember 2001 wurden wir auf den Kindergarten des Ortes aufmerksam, der von ca. 50 Kindern besucht wird. Bei unserem ersten Besuch fanden wir eine Situation vor, die für Menschen in Deutschland unvorstellbar ist. Das über 100 Jahre alte Gebäude ist in einem sehr schlechten Zustand. Der Putz ist von den Außenmauern völlig abgefallen; die Nässe dringt durch das Mauerwerk, so dass sich der Innenputz teilweise gelöst hat. Da die aus der Zeit Anfang des letzten Jahrhunderts stammenden Öfen alle defekt sind, wurde in Selbsthilfe ein provisorischer Ofen aus gesammelten Ziegelsteinen gebaut. Dieser Ofen qualmt ständig und spendet wenig Wärme.
Als Toilette wird ein weitgehend offener Unterstand in der Nähe des Kindergartengebäudes benutzt. Die gesamte Einrichtung besteht aus zwei im Boden befindlichen Löchern, ähnlich einer französischen Toilette. Das Mobiliar ist teilweise so defekt, dass es eine Unfallgefahr für die Kinder darstellt. Im Außenbereich haben die Kinder als einzige Spielgeräte eine defekte Wippe und einen zu kleinen Sandkasten vorgefunden. Zur Zeit gibt es nur eine Waschstelle im Hof. Des weiteren soll ein Spielplatz mit Schaukel, Wippe, Rutsche, Sandkasten und Sitzbänken angelegt werden. Als erste Ausbaustufe ist der Einbau einer Toilette, Waschmöglichkeiten, eine Heizung und die Renovierung der Außenfassade und des Innenputzes vorgesehen. Die zweite Ausbaustufe sieht vor, einen Spielplatz im Innenhof anzulegen. Die Gesamtkosten werden ca. 12.000 € betragen. Sie können so niedrig gehalten werden, weil einerseits die Handwerkerarbeiten teilweise von Mitgliedern des Arbeitskreises geleistet werden, andererseits die Löhne in Rumaenien vergleichbar gering sind. Wir sind gern bereit, Ihnen noch weitere Informationen zu geben, und sind im Interesse unserer in Rumänien lebenden Schützlinge für jede Unterstützung und Hilfe dankbar.
Helmut Spyra Vorsitzender des Arbeitskreises der AWO Humanitäre Hilfe
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