Auch am Ende des Jahres 2001 gehört Rumänien noch immer zu den allerärmsten Ländern Europas. Wer in den letzten Jahren nicht selbst einmal vor Ort gewesen ist, kann sich kaum vorstellen, wie niedrig der Lebensstandard dort ist und unter welch schwierigen Bedingungen die meisten Menschen ihr Leben fristen müssen.

Durch di Hilfe vieler Spender und Sponsoren haben wir in den vergangenen Jahren besonders in den Kinderheimen von Otelu Rosu und Teregova für fast 200 junge Menschen das Leben etwas freudvoller gestalten können. Natürlich haben auch in den letzten 12 Monaten 2 Transporte mit Lebensmitteln, Kleidung, Medikamenten, Spielzeug und Süßigkeiten unsere Schützlinge erreicht und große Freude ausgelöst. Wir sagen allen, die in irgendeiner Form mitgeholfen haben, - den Gliederungen der AWO und ihren Kindergärten, der Katholischen und der Evangelischen Kirchengemeinde Heeren-Werve, Vereinen und Verbänden, Firmen und Einzelpersonen - unseren herzlichen Dank.

Allerdings sind in den Heimen entscheidende Veränderungen eingetreten. Das Mädchenheim in Otelu Rosu wurde vor etwa einem Jahr von Baptistengemeinden der USA übernommen und benötigt daher nicht mehr so eine intensive Unterstützung unsererseites. Das Heim in Teregova wurde aufgelöst und die Jungen in Pflegefamilien gegeben. Dennoch sind unsere Investitionen dort im Heizungs- und im Sanitärbereich nicht vergebens getätigt worden, denn in den Gebäuden werden ein Altenheim und ein Kindergarten eingerichtet.Daher haben wir zwei neue aber auch zwei sehr notwendige Projekte ins Auge gefaßt.

- Das Kinderheim in dem Ort Gura Vaii wurde im Sommer nach einem Dammbruch völlig überflutet und die Inneneinrichtung nahezu vollständig zerstört. Die Kinder haben monatelang in Zelten hausen müssen. Hier fehlt es an Möbeln, Geschirr, Kleidung, Lebensmitteln und Medikamenten. Möbel und Geschirr werden wir aus Gründen der Zweckmäßigkeit vor Ort kaufen.

- In der kleinen Stadt Otelu Rosu wollen wir versuchen, durch die Gründung eines AWO-Ortsvereins und Einrichtung eines Sozialkaufhauses Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Die Kommune hat für diesen Zweck bereits ein älteres Schulgebäude zur Verfügung gestellt. Es könnten dort Kleidung und Fahrräder recycelt und an Bedürftige abgegeben werden. Das würde sogar einige Arbeitsplätze schaffen.

Am 05.12.2000 wird wieder ein Hilfstransport Richtung Rumänien starten, der neben den üblichen Hilfsgütern eine große Anzahl Pflegebetten und auch wieder die traditionellen Weihnachtspäckchen geladen hat. Während des Aufenthaltes in Gura Vaii werden wir natürlich auch die Kinder in Otelu Rosu besuchen und mit Weihnachtsüberraschungen erfreuen.

Diese großen und wichtigen Aufgaben können nur geleistet werden, wenn uns weiterhin viele Menschen in Deutschland ihre Hilfe und Unterstützung gewähren. Wir benötigen weiterhin die Unterstützung der Bevölkerung damit wir den notleidenden Menschen helfen können. Wie Sie wissen, kommt die Hilfe direkt und unbürokratisch in Rumänien an.

Wir möchten uns schon jetzt im Namen all derer bedanken, deren Leben durch eine weihnachtliche Spende ein wenig freundlicher und heller gemacht und denen der Glauben an Mitmenschlichkeit und Solidarität über die Grenzen hinweg zurückgeben werden kann.

Johannes Hermann     Helmut Spyra

Vorsitzender des AWO Kreisverbandes  Vorsitzender des Arbeitskreises

       Humanitäre Hilfe

Geldspenden erbitten wir auf das Konto 36335 bei der Städt. Sparkasse Kamen BLZ 443 513 80. Sachspenden, insbesondere Kinder- und Erwachsenenkleidung, nehmen alle AWO-Kindergärten im Kreis Unna und Herr Helmut Spyra, wohnhaft Von-der-Beckenstraße 46 in 59174 Kamen, Tel. 02307/40255 entgegen.