Bis 1995 wurden alle Lüner Kunden der Arbeiterwohlfahrt von der Sozialstation Lünen pflegerisch betreut.

Da der Bedarf in Brambauer immer größer wurde, entschloss man sich, eine weitere Sozialstation aufzubauen.

Die Glückauf Wohnungsbaugesellschaft besinnt sich auf ihr schönes, außerdem leerstehendes ehemalige "Ledigenheim" am Amselweg. Dieses wurde nach umfangreichen Umbauarbeiten zu einem richtigen Schmuckstück.

Es entsteht ein Verbundprojekt zur Pflege, Versorgung, Betreuung und Beratung älterer Menschen. Die Arbeiterwohlfahrt mietet das gesamte Erdgeschoss an. Die Sozialstation kann ihre Arbeit aufnehmen. Weitere Dienstleistungsangebote, wie z.B. der Menü-Service und der MSD können vermittelt werden.

Die Glückauf Wohnungsbaugesellschaft errichtet in den oberen Etagen 16 altersgerechte/freundliche Wohnungen, die dem Konzept des "Betreuten Wohnen" entsprechen. Im Herbst 1996 ziehen die ersten Mieter ein.

Erweitert und komplett wird das Netzwerk im März 1997 mit der Tagespflege. Diese ist ebensfalls im Erdgeschoss untergebracht.

 

Startseite

 

 

 

Marie Juchacz

* 15. März 1879

† 28.Januar 1956

Vorsitzende von 1919 - 1933

Wer immer nach dem Ersten Weltkrieg Marie Juchacz begegnete, der sah in ihr vor allem die Gründerin der »Arbeiterwohlfahrt«. Es sollte aber nicht vergessen werden, dass sie als Parlamentarierin - sie war Mitglied der Weimarer Nationalversammlung und bis 1933 Mitglied des Reichstages - und als Politikerin - seit 1916 leitete sie im Vorstand der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands das Referat Frauenbewegung und staatsbürgerliche Frauenbildung - eine bedeutende Rolle gespielt hat.

Die sozialdemokratische Politikerin und Gründerin der Arbeiterwohlfahrt war sehr natürlich und bescheiden.

Im Vorwort zu ihren - leider nur bruchstückhaft fertig gewordenen - Lebenserinnerungen heißt es:

»Ich wurde immer irgendwo aufgespürt...stets wurde mir neue Verantwortung angeboten.Allein ich habe es immer als ein großes Glück empfunden, am Werden und Wachsen der Arbeiterbewegung teilzunehmen, und habe damit auch ein Stück deutscher Geschichte bewußt miterlebt.«